Medien in der Coronakrise
Es ist schwierig, die Berichterstattung der Medien während der Corona-Krise allgemein zu beurteilen, da jede Quelle und jeder Bericht unterschiedlich sein kann und von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden kann. Ein Medienwirkungsmodell, das hierbei hilfreich sein könnte, ist das “Agenda-Setting-Modell”.
Das Agenda-Setting-Modell besagt, dass die Medien bestimmen, welche Themen für die Öffentlichkeit wichtig sind, indem sie bestimmte Themen häufiger und ausführlicher berichten als andere. Während der Corona-Krise war die Berichterstattung natürlich stark auf das Thema ausgerichtet und hatte einen großen Einfluss darauf, welche Aspekte der Krise von der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden.
Allerdings gibt es auch Kritik an der Berichterstattung während der Corona-Krise. Einige behaupten, dass die Medien eine alarmistische und übertriebene Berichterstattung betrieben haben, die zur Panikmache beigetragen hat. Andere argumentieren, dass die Medien nicht genug darauf geachtet haben, korrekte und verifizierbare Informationen zu liefern und stattdessen auf Sensationsberichte setzen.
In der Coronakrise gab es eine verstärkte Verknüpfung zwischen Regierung und Medien. Die Leitmedien übernahmen häufig Positionen direkt aus der Politik und setzten sie auf die Agenda. Da eine Aufgabe der Medien die Kontrolle der Regierung ist, ist es kontraproduktiv, wenn Medien die Positionen direkt übernehmen und keine Kritik zulassen.
Des Weiteren ist zu hinterfragen, ob die Inszenierung von Politikern und Forschern als Helden der Pandemie richtig ist. So wurden Karl Lauterbach und Christian Drosten zu den Gesichtern der Pandemie. Ihre Position sollten nicht angezweifelt und übernommen werden.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Berichterstattung der Medien während der Corona-Krise eine wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung und der öffentlichen Wahrnehmung der Krise gespielt hat, aber auch Kritikpunkte aufgeworfen hat. Die ständige Übernahme von Position aus der Politik ist stark zu kritisieren, vor allem, da sie nicht genügend kritische Positionen beleuchtet.